Maribor hat geliefert

Heimsiege für Hrastnik und Berginc

Die Rennsaison ist nun endgültig in vollem Gange und somit ging es auch im iXS European Downhill Cup weiter. Auf dem Programm stand Maribor in Slowenien und der Einladung sind mehr als 320 Sportlerinnen und Sportler aus 30 Nationen gefolgt.

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Maribor ist ein sehr bekannter Ort im Downhill-Zirkus. Seit vielen Jahren gastieren hochkarätige Rennen in der slowenischen Metropole. Am vergangenen Wochenende wurde diese Geschichte nun durch ein Rennen des iXS European Downhill Cups fortgeschrieben. Die Strecke wurde für dieses Ereignis besonders präpariert und einige neue Sektionen sorgten dafür, dass der ehemalige Weltcupkurs wohl einer der beliebtesten der diesjährigen Saison sein wird. Insbesondere der neue steile Abschnitt, der aufgrund notwendiger Waldrodungen entstand, schien den Teilnehmenden zu gefallen. Ansonsten war der Kurs wieder ein Mix aus allem was der Baukasten der Shaper hergegeben hatte, beispielsweise Anliegerkurven, Sprünge, Wurzelpassagen und Steinfelder.

Das neue Steilstück forderte die volle Konzentration. Das neue Steilstück forderte die volle Konzentration.

Anders als in den Vorjahren war Maribor diesmal nicht Serienauftakt, denn los ging es bereits vor einem Monat in Losinj. Auf der kroatischen Insel wurde bei besonderer Atmosphäre mit mediterranen Mittelmeerflair die Saison eingeläutet. Das Rennen diente als erster Gradmesser und somit waren diesmal die Favoritenrollen schon etwas klarer vergeben.

Maribor ist eine Stadt im Nordosten Sloweniens mit mehr als 112.000 Einwohnern. Maribor ist eine Stadt im Nordosten Sloweniens mit mehr als 112.000 Einwohnern.

Der Freitag startete mit dem Track Walk bei trockenen Verhältnissen, obwohl sich der Untergrund an einigen Stellen feucht und rutschig präsentierte. Anschließend standen die üblichen sechs Stunden freies Training auf dem Programm. Der Samstag bot dann ein völlig anderes Bild. Dauerregen ließ den Untergrund aufweichen und machte den 2,6 Kilometer langen Kurs mit 450 Höhenmetern zu einer wahren Herausforderung. Die Grenze zwischen der nötigen Traktion und unkontrolliertem Rutschen war ein schmaler Grat. Jedoch insbesondere die mentale Fähigkeit, sich auf die schwierigen Bedingungen einzulassen, war wohl die wichtigste Anforderung. Als Schnellste der Qualifikation beendeten Monika Hrastnik (SLO - Dorval AM Commencal) und Jure Zabjek (SLO - Unior-Sinter Factory Racing) den Tag.

Monika Hrastnik brauchte 4:27.716 Minuten und hatte am Ende einen Vorsprung von knapp 10 Sekunden Monika Hrastnik brauchte 4:27.716 Minuten und hatte am Ende einen Vorsprung von knapp 10 Sekunden

Der Finaltag sah dann wettertechnisch um einiges besser aus. Gegen Mittag zeigte sich dann sogar die Sonne. Was dies für die Strecke heißt, kann man sich natürlich vorstellen. Der vormals flüssige Schlamm wurde immer klebriger, was das Gripniveau nicht wirklich erhöhte, denn das Profil der Reifen setzt sich bei solchen Bedingungen gern zu. Zusätzlich klebt die Masse gern am Bike, was dieses umso schwerer macht. Somit war zwar die Atmosphäre dem Anlass wesentlich angemessener und die Stimmung im Fahrerfeld ausgesprochen gut, aber einfacher wurde es nicht.

In der Klasse Elite Women dominiert erneut Monika Hrastnik mit einer Zeit von 4:28.512 Minuten und einem Vorsprung von 4.266 Sekunden vor Anna Newkirk (USA - Beyond Racing) und Lisa Gava (ITA - 3stars - Alessibici).

Podium Elite Women - EDC Maribor 2022

Monika Hrastnik

„Mein Lauf war chaotisch. Ich habe eine Menge Fehler gemacht. Es war so schwierig, auf der Linie zu bleiben, aber ich bin wirklich glücklich über den ersten Platz.“


Die Klasse Elite Men gewann Luka Berginc (SLO - DH Visit Pohorje) mit einer Zeit von 3:27.149 Minuten. Damit wiederholte er seinen Sieg von Losinj und baute seine Serienführung weiter aus. Dahinter platzierte sich mit knapp einer Sekunde Rückstand Johannes Fischbach (GER - Raymon Racing), gefolgt von Oliver Zwar (SWE - Union).

Luka Berginc - EDC Maribor 2022_2

Luka Berginc

„Das zweite Rennen ist vorbei und ich bin sehr zufrieden damit. Ich habe dieses Jahr in der Off-Season viel trainiert und das zahlt sich jetzt aus. Darüber bin ich sehr glücklich. Mein Rennlauf war gut, ich habe ein paar Fehler gemacht, wie wahrscheinlich jeder andere auch, aber es hat für den Sieg gereicht.“


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